Was bedeutet eigentlich Soziale Landwirtschaft?

Soziale Angebote sind sehr gefragt!

Die Soziale Landwirtschaft, auch als Green-Care bezeichnet, ist gerade für kleinere landwirtschaftliche Betriebe eine Möglichkeit, den Hof auf zwei Säulen zu stellen. Höfe bekommen sozial und betriebswirtschaftlich eine zusätzliche Chance, um mit häufig nachgefragten Leistungen zukunftsfähig zu bleiben.

Das soziale Miteinander ist für alle Seiten ein Gewinn. Für die Hoffamilien wie auch für die Menschen, die auf dem Hof etwas bekommen, das ihnen fehlt. Die Hoffamilien schaffen etwas für sich und andere Menschen. Sie helfen damit der ganzen Gesellschaft.

Neues Leben auf dem Hof.

In der Sozialen Landwirtschaft öffnet sich der Hof für Menschen, die Unterstützung benötigen. Das kann auf Grund von körperlichen Beeinträchtigungen nötig sein, oder aus Altersgründen. Aber auch für Menschen, die mit psychischen Beschwerden oder Krankheiten kämpfen, ist der Bauernhof ein heilsamer Ort. Der Kontakt mit den Tieren und die Tagesstruktur kann sehr viel dazu beitragen, sich wieder eingebundener ins Leben zu fühlen.

Die Möglichkeiten in der Sozialen Landwirtschaft sind vielfältig.

Wichtig ist, dass das Angebot zum Hof und den Lebensqualitäten der Hofbewohner passt. Hier sind ein paar Beispiele, für welche Zielgruppe ein Angebot geschaffen werden kann:

        • Menschen mit Beeinträchtigungen eine Beschäftigung bieten

        • Stundenweise Betreuung von Menschen 

        • Waldkindergarten oder Kita auf dem Hof

        • Tagespflegeeinrichtungen auf landwirtschaftlichen Betrieben

        • Service-Wohnen für Menschen mit und ohne Pflegebedarf

        • Urlaub für Kinder oder junge Erwachsene mit Therapiebedarf

        • Pflegebauernhöfe, also ambulant betreute WGs, die von einem Pflegedienst medizinisch und pflegerisch versorgt werden

        • Kombinationen der Modelle gekoppelt mit Direktvermarktung

Keine falschen Sorgen: Die Hoffamilien müssen nicht in der Pflege und Betreuung tätig werden. Sie können aber mitarbeiten, wenn sie das wollen. Die professionellen Leistungen übernehmen spezielle Pflegedienste.

In jedem Bauernhof stecken viel mehr Möglichkeiten, als man denkt.

Wenn ein landwirtschaftlicher Betrieb immer weiter wachsen muss, um rentabel zu sein und überleben zu können, bedeutet das für viele Höfe oft das Aus.

Hier kann die Soziale Landwirtschaft helfen, denn es gibt soviele Möglichkeiten, sich durch ein zweites Standbein eine bessere Zukunft zu erschaffen.

Also raus aus der Idee, dass das betriebliche Überleben von den landwirtschaftlichen Einnahmen allein abhängig ist!

Green-Care-Betriebe sind lebendige Orte, an denen Landwirtschaft betrieben werden kann und zusätzliche Angebote für ein besseres Überleben des Hofes sorgen. Ganz gleich, ob man Wohnraum für Menschen mit oder ohne Behinderung oder Pflegebedarf anbietet, kulturelle Veranstaltungen organisiert oder Direktvermarktung betreibt: durch das zusätzliche Standbein werden die Höfe wieder zu einem wertgeschätzten Teil der Gesellschaft.

Eine absolute Win-Win-Situation!

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